Inzidenz in Sachsen-Anhalt springt durch Nachmeldungen auf Rekordwert
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Die Behörden in Sachsen-Anhalt können das Ausmaß der Corona-Pandemie tagesaktuell nicht mehr feststellen. Eine Datenauswertung der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung zeigt, dass die vom Landesgesundheitsministerium offiziell bekanntgegebene Sieben-Tage-Inzidenz im Nachhinein teilweise um mehr als 100 nach oben korrigiert wird. Ursache ist, dass es viele Gesundheitsämter nicht mehr schaffen, die Zahl der neu Infizierten rechtzeitig zu melden.
So verkündete das Ministerium am 25. November eine landesweite Inzidenz von 633. Mittlerweile wurde die Zahl auf 742 berichtigt. Am Montag dieser Woche lag die Inzidenz nach Ministeriumsangaben bei 698. Mit den Nachmeldungen wird die Zahl jetzt aber auf 800 beziffert. Die berichtigten Werte zeigen, dass das Land sogar schon zweimal die Marke von 800 überschritten hat. Nach Angaben vom Donnerstag war das zuletzt am vergangenen Sonntag mit einer Inzidenz von 809 der Fall. Das ist der höchste Wert der gesamten Pandemie.
Das Landesgesundheitsministerium räumte auf MZ-Nachfrage ein, die bekanntgegebenen Inzidenzen könnten sich durch Nachmeldungen noch um "zehn bis 20 Prozent" erhöhen. Zur Entlastung der Gesundheitsämter habe man den Umfang der meldepflichtigen Daten reduziert sowie Hilfe aus der Bundeswehr und aus dem Landesdienst organisiert.
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Datum: 03.12.2021 - 02:00 Uhr
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