Stuttgarter Zeitung: De Maizière denkt nicht an Rückzug
ID: 914690
sein Interesse an einem langfristigen Verbleib im Amt bekundet. Er
habe in seiner politischen Laufbahn häufig sein Ministeramt wechseln
müssen, oft ohne die Früchte der von ihm angestoßenen Reformen
einsammeln zu können, sagte de Maizière der "Stuttgarter Zeitung"
(Mittwochausgabe). "Ich habe so viel gesät - jetzt möchte ich mal
ernten." Die heftige Kritik an seiner Amtsführung, insbesondere im
Zusammenhang mit dem gescheiterten Drohnenprojekt Euro Hawk, werde
ihn davon nicht abbringen. "Man muss als Politiker durch diese Hochs
und Tiefs. Ich habe früher sehr viel Lob für meine Arbeit bekommen.
Vielleicht manchmal zu viel."
Konkrete Fragen zum Thema Euro Hawk wollte de Maizière im Gespräch
mit der "Stuttgarter Zeitung" nicht beantworten. "Weil ich Zeuge bin,
kann ich dazu keine Stellung nehmen", erklärte der Minister.
Allerdings verwies de Maizière darauf, dass es in Deutschland immer
eine besondere Sensibilität gegeben habe, wenn es um die Zulassung
militärischen Fluggeräts gegangen sei. "Die Bundeswehr ist gebeutelt
und traumatisiert durch die Starfighter-Unfälle in den 70er Jahren,
als unheimlich viele Flugzeuge abstürzten. Danach waren sich alle
einig: So etwas darf nie wieder vorkommen. Deshalb sind wir bei der
Zulassung international wohl die Gründlichsten. Das ist auch ein
Grund für Verzögerungen."
Die oppositionelle Kritik an der Art, wie das Ministerium im
Rüstungsbereich organisiert ist, wies der Minister zurück. "Wir haben
bereits angefangen, diese Verfahren grundlegend zu ändern - sowohl
durch neue Beschaffungsregeln als auch durch neue Strukturen."
Pressekontakt:
Stuttgarter Zeitung
Redaktionelle Koordination
Telefon: 0711 / 7205-1225
E-Mail: newsroom.stuttgarterzeitung(at)stz.zgs.de
http://www.stuttgarter-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.07.2013 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 914690
Anzahl Zeichen: 2081
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Stuttgart
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 233 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stuttgarter Zeitung: De Maizière denkt nicht an Rückzug"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Stuttgarter Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit dem Votum von Grünen und FDP zugunsten von Sondierungsgesprächen mit der SPD ist noch keine Entscheidung für eine Ampel gefallen. Aber eine Vorentscheidung. Beiden Parteien ist klar geworden, dass die Union derzeit weder regierungsfähig noch regierungswillig ist. (...) Grüne und Liberale
"Stuttgarter Zeitung" zum Anschlag in Würzburg ...
Die Persönlichkeit und die Entwicklung des Täters müssen genau untersucht werden. Denn nur so lassen sich Verbrechen dieser Art verhindern. Die wichtigste offene Frage: Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse? H
Die "Stuttgarter Zeitung" kommentiert die Beobachtung der "Querdenker" durch den Verfassungsschutz: ...
Wo das Querdenken zur bloßen Quertreiberei missrät, sind Kollisionen mit Recht und Gesetz unvermeidlich. Querdenken kann auch ins Abseits führen, etwa in einen braunen Sumpf. Das lässt sich am Beispiel der gleichnamigen Organisation besichtigen, die in Stuttgart zu Hause, aber längst bundesweit
Weitere Mitteilungen von Stuttgarter Zeitung
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Rentenversicherung/Reha ...
Sie hat schon begonnen - die von Union und SPD gemeinsam beschlossene Rente mit 67. Weil die Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 in Stufen abläuft, müssen viele Arbeitnehmer schon jetzt länger im Erwerbsleben bleiben. Man kann deshalb nur froh sein, dass die Rentenversicherung die Zahl de
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu De Maiziere/Euro Hawk/Drohnen ...
Schon am Anfang des Beschaffungsvorhabens war klar, dass die Zulassung des Euro Hawk schwierig werden würde. An der Spitze des Verteidigungsministeriums war man sich damals bewusst, dass man ein strategisch hochwichtiges und technisch riskantes Projekt startete. Mit entsprechender Aufmerksamkeit
Stuttgarter Zeitung: Kolonialer Status: Kommentar zu Merkel/Prism ...
Das Nichtwissen der Bundesregierung und die widersprüchlichen Darstellungen, die BND und Verteidigungsministerium zum Thema Prism geben, sind ein Menetekel. Mehr als zwanzig Jahre nach Erlangung der vollen staatlichen Souveränität ist das Verhältnis der Bundesrepublik zu den USA auf dem Felde
Anachronistischer Vorstoß der EU-Kommission zur Förderung der Atomkraft - Markteinführungshilfen 60 Jahre nach dem Start ...
Zu den heutigen Medienberichten über Pläne von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zur Subventionierung neuer Atomkraftwerke in der EU erklärt der Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH), Gerd Rosenkranz: Der Versuch der EU-Kommission einer Branche, die ihre Zuk




