Deutscher Behindertenrat warnt Bundesregierung / Rentenpolitik stärker auf Menschen mit Behinderungen ausrichten
ID: 1641487
berücksichtigt die Interessen der Menschen mit Behinderungen in
Deutschland nicht konsequent genug. Der Deutsche Behindertenrat (DBR)
hält das für falsch und legt ein Forderungspapier vor.
"Rente und Behinderung werden immer noch getrennt gedacht. Dabei
sind es Menschen mit Behinderungen, die von Abschlägen bei
Erwerbsminderungsrenten besonders betroffen sind. Sie sind es auch,
die oft und lange arbeitslos sind, nicht privat vorsorgen können und
damit geringe Renten zu erwarten haben", sagt der
DBR-Sprecherratsvorsitzende und SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich
der bevorstehenden Beratung des Rentenpakets im Bundeskabinett.
Ein Forderungspapier des DBR listet auf, was die Bundesregierung
tun kann, um die Rentenpolitik stärker in das Interesse der
behinderten Menschen zu rücken.
"Altersarmut ist oft eine Folge von Arbeitslosigkeit. Und von der
sind Menschen mit Behinderungen besonders betroffen", "Ihre
Arbeitslosenquote ist signifikant höher als in der
Gesamtbevölkerung", betont Adolf Bauer, der die Interessen von 2,5
Millionen Menschen mit Behinderungen vertritt. Als ein besonderes
Alarmzeichen wertet er die Entwicklung am Arbeitsmarkt: "Während
bundesweit die Arbeitslosigkeit sinkt, wirkt sich dieser Trend für
die Menschen mit Behinderungen nur verhalten aus. Schon jetzt liegt
der Anteil der Schwerbehinderten an der Gesamtarbeitslosigkeit bei
6,3 Prozent", so Bauer. Verbesserungen fordert der DBR auch beim
Zugang zur Rehabilitation und für die Stärkung der gesetzlichen
Rentenversicherung. Die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten will
das Aktionsbündnis ganz abschaffen.
Positionspapier "Rentenpolitik im Interesse behinderter Menschen
gestalten"
Der DBR ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände und
Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit
vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR
haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker
Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert über 2,5 Millionen
Betroffene. Für das Jahr 2018 hat der Sozialverband SoVD den Vorsitz
im Sprecherrat des DBR übernommen. Vorsitzender des Sprecherrates ist
SoVD-Präsident Adolf Bauer.
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Datum: 21.08.2018 - 14:15 Uhr
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