WAZ: Antibiotika im Hühnerstall
- Kommentar von Sven Frohwein
ID: 550645
vergeht ohne veritablen Lebensmittelskandal. Doch die Geflügelzüchter
juckt das wenig. Sie mästen munter weiter und pumpen Antibiotika ins
Federvieh. Warum? Weil ihnen dabei bislang niemand genau auf die
Finger schaut. Verbraucherschutzministerin Aigner will jetzt
gegensteuern, klare Spielregeln für den Medikamenteneinsatz in
deutschen Mastbetrieben auf den Weg bringen. Ein entsprechendes
Gesetz soll in Kürze durchs Kabinett gepeitscht werden. Ob's dann
besser wird? Zweifel sind berechtigt. Nicht nur, weil es die Mäster
bislang aufs Vortrefflichste verstanden haben, ihre Interessen
gegenüber der Politik durchzusetzen. Auch, weil noch immer
Kontrolleure fehlen. Gerade einmal ein Aufseher für 440 Betriebe - da
bleibt genügend Raum für Medikamentenmissbrauch. Und in
Nordrhein-Westfalen sind sich Kontrolleure und Ministerium uneins
über die genaue Zahl der Prüfer. Auch das spricht Bände. Schon
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hatte angekündigt, die Zahl der
Aufseher zu verdoppeln - und sein Versprechen gebrochen. Der grüne
Verbraucherschutzminister Remmel hat Rüttgers' Zusage erneuert. Getan
hat sich bislang allerdings wenig. Auch deshalb werden uns
multiresistente Keime im Fleisch weiter den Appetit auf Geflügel
verderben. Versprochen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.01.2012 - 18:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 550645
Anzahl Zeichen: 1621
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 263 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Antibiotika im Hühnerstall
- Kommentar von Sven Frohwein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
DER STANDARD-Kommentar "Eingeständnis des Versagens" von Conrad Seidl ...
Radikal-liberale Kapitalisten haben es immer schon vermutet: Gibt man den einfachen Leuten zu viel Geld, dann stellen sie nur Unsinn damit an. So lassen sich knappe Löhne moralisch rechtfertigen. Ganz frei von der Idee, dass Geld gar nicht glücklich machen kann, sind auch linke Vordenker nicht: Du
Neues Deutschland: zum Gutachten de LINKE-Parteivorstands für Mitgliedervotum ...
Das vom LINKEN-Vorstand beauftragte Gutachten stellt klar: Für ein Mitgliedervotum zur Vorsitzenden-Wahl fehlt der Partei ein Regelwerk. Indes waren die Plädoyers pro und kontra ohnehin eher von taktisch-politischen als rechtlichen Erwägungen geprägt: jenen nämlich, ob eine faktische »Urwa
LVZ: Saar-SPD-Chef Maas: Im Bund fehle CDU die Einsicht, dass die Koalition mit der FDP die Union runterziehe / "Wir wissen, dass CDU große Koalition will" ...
Als eine parlamentarische "Selbstverständlichkeit", aber ohne Erfolgsgarantie, sieht der saarländische SPD-Chef Heiko Maas die Bereitschaft seiner Partei, das Koalitions-Gesprächsangebot mit der Landes-CDU nach dem Bruch der Jamaika-Koalition anzunehmen. In einem Interview mit der &q
WAZ: Steuerzahler werfen Bundesregierung Wortbruch vor ...
Der Chef des Bundes der Steuerzahler, Karl-Heinz Däke, hat der Bundesregierung Wortbruch vorgeworfen. "Die Verwaltungs- und Personalkosten sind viel zu hoch", sagte Däke im Interview mit den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Montagausgabe). Allein beim Bund würden 2012 dafür 11,3 Milliarde




