Säkularisierung endlich umsetzen
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werden.", so will es unser Grundgesetz. [1] So ist auch die Trennung von Staat
und Kirchen in der deutschen Verfassung festgeschrieben. Nach wie vor sind Staat
und Kirchen aber noch an vielen Stellen miteinander verbandelt. Die
Piratenpartei fordert eine schnellstmögliche Umsetzung der Säkularisierung.
"Wir leben in einer modernen und aufgeklärten Welt. Der Staat sollte sich
lossagen von den Kirchen", so Borys Sobieski, Landesvorsitzender.
Besonders die Verfassungen der Bundesländer strotzen nur so vor Gottesfurcht.
Rechtlich zwar nicht bedeutsam, sind sie dennoch Symbol für fehlende Neutralität
des Staats.
"Es graust mir, wenn die Verfassung eine gottesfürchtige Erziehung vorschreibt.
Der Gottesbezug muss raus aus der Landesverfassung", kommentiert Oliver
Burkardsmaier, stellvertretender Landesvorsitzender.
Auch die Feiertage richten sich nach den Kirchen. Die Piratenpartei in
Baden-Württemberg nimmt den Karfreitag daher seit Jahren zum Anlass, eine
Tanzdemo abzuhalten, die sich auch ständig wachsender Beliebtheit erfreut. [2]
"Religion und Glaube ist Privatangelegenheit der Menschen, das muss der Staat
würdigen. Genauso muss der Staat aber auch würdigen, dass nicht alle Menschen
dem gleichen Glauben anhängen. Es ist nicht zu rechtfertigen, Feiertage an nur
einer Religion auszulegen", so Burkardsmaier weiter. "Entweder wir nehmen auf
alle dieselbe Rücksicht, oder noch einfacher wir bemühen uns um eine flexible
Gestaltung von Feiertagen."
Bereits im frühen Alter macht sich die fehlende Neutralität bemerkbar nämlich im
Religionsunterricht an den Schulen. Vor kurzem erst forderte die
Landesschülervertretung aus Rheinland-Pfalz eine Abschaffung des konfessionellen
Religionsunterrichts. [3] Der baden-württembergische Landesschülerbeirat
reagiert nicht auf ein Schreiben der Piratenpartei.
"Wir sprechen niemandem seinen Glauben ab. Ganz im Gegenteil, jeder soll seinen
Glauben so frei wie möglich ausleben. Dazu gehört aber auch, die Freiheit der
Andersgläubigen zu achten. Das Problem beginnt schon im Kindesalter mit dem
konfessionellem Religionsunterricht der den christlichen Glauben in den
Vordergrund rückt. Echte Neutralität gibt es so nicht", so Sobieski weiter.
"Das gilt auch für religiöse Symbole. Egal ob beim Bürgeramt oder in der Schule,
die Behörden haben sich neutral zu halten und dazu gehört auch eine neutrale
Ausstattung", fügt Burkardsmaier hinzu.
Quellen/Fußnoten [1] Artikel 140 GG, Artikel 136 Weimarer Verfassung [2] https:/
/piratenpartei-bw.de/2019/04/19/400-menschen-demonstrieren-in-stuttgart-im-rahme
n-der-tanzdemo-fuer-die-trennung-von-staat-und-religion/ [3] https://www.swr3.de
/aktuell/nachrichten/Schueler-wollen-Religionsunterricht-in-Rheinland-Pfalz-absc
haffen/-/id=47428/did=5253166/cvaj4y/index.html
Pressekontakt:
Alexander Ebhart
Landespressesprecher
E-Mail: presse@piratenpartei-bw.de
Mobil: 01764 7127628
Borys Sobieski
Landesvorstand
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Mobil: 0175 9549187
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Datum: 05.11.2019 - 07:15 Uhr
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